Foederis arca
Maria - Arche des Bundes


Wenn in der Lauretanischen Litanei Maria als die Arche des Bundes - Foederis arca - bezeichnet und von den Gläubigen seit undenklichen Zeiten angefleht wird, denkt man zunächst an die kleine Bundeslade, die Moses herstellen ließ, nach dem Abschluß des Alten Bundes beim Durchzug durch die Wüste. Das Kistchen (arca) war aus unver weslichem Holz hergestellt und mit Gold überzogen. 
Darin lagen die Gesetzestafeln gleichsam als Urkunden des Bundes, den Gott mit dem Volk Israel am Berg Sinai geschlossen hatte. Es drängen sich Vergleiche auf zwischen der Bundeslade aus dem Alten Bund und Maria als Arche des Neuen Bundes. Maria ist mit dem Gold der Gnade geschmückt, die unbefleckt Empfangene, voll der Gnade. Wie in der Bundeslade das Gesetz ruht, so ruht in ihrem Schoß der Gesetzgeber selbst. Sie schenkt der Menschheit ihren Sohn und in ihm, Christus, das Manna des ewigen Lebens. So ist sie das reinste Zeugnis für den Neuen Bund, den Gott mit uns geschlossen hat. Damit hat sich der Weg erfüllt vom Alten Bund zum Neuen Bund in der Menschwerdung Christi durch Maria.
Wo Maria ist, ist Christus und wo Christus ist, ist Gott selbst; denn Christus ist nicht nur als Mensch aus Maria, sondern als Sohn Gottes aus dem Vater geboren, eines Wesens mit dem Vater. Seit dem Pfingstfest Maria bei den Aposteln weilte, als der Heilige Geist gemeinsam auf sie herabkam, gehören Maria und die Kirche unlösbar zusammen. Fortan haben die Apostel den Glauben der Kirche im Evangelium ver- kündet und verbreitet. 

Ein neuer Stern erstrahlte am Himmel von Ottobeuren, als in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts (1466) das Gnadenbild von Eldern, die "Foederis arca - die Arche des Bundes", als Mutter des göttlichen Sohnes so gewaltig und zugleich lieblich zum Zeichen und zum Zeugnis geworden ist für die kommenden Jahrhunderte. So weitet sich die kleine Lade, das Kästchen des Alten  Bundes, zur gewaltigen Arche des Neuen Bundes durch die Gnadenmutter Maria, unsere Fürsprecherin am Throne Gottes.


Das Gnadenbild

befindet sich nicht mehr in der Wallfahrts-Kapelle in Eldern, die 1806 abgebrochen wurde, sondern seit 1841 im östlichen Seitenschiff der Basilika Ottobeuren in der Nische des Alexanderaltares.
Seitdem wird der Alexanderaltar auch Eldernaltar genannt.
 


östliches Seitenschiff